Ein wichtiges Anliegen von Mariella Mehr ist es, die Gemeinschaft der Roma auf der ganzen Welt zu fördern. Nur wenn alle Roma sich zur Romanipé bekennen und ihre Rivalitäten vergessen, können sie der Diskriminierung und Marginalisierung innerhalb der dominierenden Gesellschaften einer globalisierten Welt entgehen. Die Roma müssen endlich aufhören, mit Ihren internen Streitereien dem Prinzip "divide ed impera" (teile und herrsche) der herrschenden Gesellschaft Vorschub zu leisten.

Es gibt über zwölf Millionen Roma in vielen Ländern rund um die Welt.

(Quelle: http://www.geocities.com/Paris/5121/patrin.htm)

Trotz der Verfolgung und Diskriminierung müssen darunter über 100’000 Intellektuelle, Aerzte, Juristen, Wissenschafter, Ingenieure, Dichter, Künstler etc. sein.

Das ist ein riesiges kulturelles Potential!

Wenn es freigesetzt und vereinigt werden kann, werden genau die Kräfte wirksam, die nötig sind, um dem Volk der Roma eine neue Identität zu geben. Die braucht es um den Verfolgungen und Diskriminierungen ein für allemal ein Ende zu setzen.

Um diese weltweit zerstreuten Energien wirksam zu machen müssen wir sie vereinigen, vernetzen, verlinken. Jetzt! Was ist dafür besser geeignet als das Internet?

Mariella Mehr hat aus dieser Überlegung zwei wichtige Initiativen ergriffen:

Die Gründung eines Europäischen Roma-Autorinnen und -Auroren Verbands

und

Die Gründung einer Roma Bibliothek

Beide Ideen wurden von einer Gruppe von Roma Autorinen und -Autoren und von einer Verlegergruppe spontan aufgenommen!

Siehe dazu die Kölner Erklärung

Natürlich ist dieses Ziel mit der inzwischen erfolgten Gründung eines internationalen Roma-Schriftsteller Verbandes noch nicht erreicht. Es sind viele Initiativen nötig. Einige sind schon unternommen worden und zeigen auch erste Erfolge. Die Internationale Romani Union und viele nationale und supranationale Organisationen wurden gegründet und sind mehr oder weniger aktiv.

Leider sind einige Roma-Organisationen in den Händen von selbsternannten "Tsiganologen", religiösen Gemeinschaften, lokalen Clans, oder autokratischen Delegierten bzw. Präsidenten, welche die eigene Macht fördern, die Abgrenzung ihrer eigenen Bereiche betreiben, oder schlicht in die eigene Tasche wirtschaften, statt die Romanipé zu fördern.

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