| Die Korrespondenz des Webmaster mit dem Verleger von Mariella Mehrs Gewalt-Trilogie |
|
Nach dem Mariella mir diesen Brief (aus Scham!) lange nicht zeigte, gab sie ihn schliesslich mir und ich antwortete am 30.09.04 ich wie folgt: Einschreiben Nagel & Kimche AG Herrn Dirk Vaihinger Nordstrasse 9 CH-8035 Zürich Ihr Schreiben vom 9.Juli 2004Sehr geehrter Herr Vaihinger Meine Frau hat mich beauftragt, Ihr oben erwähntes Schreiben zu beantworten. Sie ist so wütend, verletzt, gedemütigt und erniedrigt, dass sie sich nicht im Stande sieht, Ihnen schriftlich eine sachliche Antwort zu geben. Sie befürchtet, dass ihre Antwort emotional und deshalb für Sie unverständlich wäre. Ich nehme an, dass sich Herr Krüger mit Ihnen in Verbindung gesetzt hat und dass Sie von meiner Korrespondenz mit ihm Kenntnis haben. Daraus und aus verschiedenen Gesprächen mit Ihnen geht hervor, dass Mariella „Daskind“ als ersten Teil einer Gewalt-Trilogie geschrieben hat. Wenn Sie ihr jetzt die Rechte an diesem Buch zurückgeben, bedeutet dies, dass diese Trilogie endgültig auseinander gerissen wird. Sollte es uns gelingen, einen Verleger zu finden, der Mariella Mehrs Literatur anders beurteilt als Sie, also die Einheit der Gewalt-Trilogie erkennt, so könnte er sie nicht herausbringen, weil Sie die Rechte für „Brandzauber“ und „Angeklagt“ blockieren. Sie schaden mit dieser Politik Ihrer Autorin und Vertragspartnerin und das dürfen Sie laut Verlagsrecht nicht. Ich weiss, dass Sie keinen Zugang zur Literatur von Mariella Mehr gefunden haben und dass Sie sie als Autorin unwichtig finden, sonst hätten Sie ja versucht, sie auf dem deutschen Markt bekannt zu machen. Wir sind deshalb der Meinung, dass Sie sich ganz von ihr trennen sollten, indem Sie ihr - für die Ihnen ja kein Risiko zu klein ist - auch die Rechte für „Brandzauber“ und „Angeklagt“ zurückgeben. Damit würde die (unserer Meinung nach völlig ungenügende) Erfüllung Ihrer Verpflichtungen gemäss § 384 Absatz 1 OR wegfallen. Es wäre ein Akt der Fairness und würde Ihnen den Vorwurf ersparen, das Ansehen und die materiellen Interessen Ihrer Vertragspartnerin zu schädigen. Mit freundlichen Grüssen H.U.Ellenberger-Mehr Mariella Mehr Kopie geht an: Michael Krüger, Hanser Verlag, München |
| Weiter zur Antwort darauf |
| Zurück |