| Die Korrespondenz des Webmaster mit dem Verleger von Mariella Mehrs Gewalt-Trilogie |
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Mein Brief vom 16.05.04 an Herrn Krüger (Geschäftsführer Hanser Verlag, München) Sehr geehrter Herr Krüger Wie Ihnen bekannt sein dürfte, ist Mariella Mehr eine Autorin des Hanser Verlags, formell noch bei Nagel & Kimche. Herr Vaihinger, der diesen Verlag leitet, ist entweder nicht gewillt oder nicht in der Lage mit Frau Mehr einen Kontakt zu pflegen, der über die jährlichen Abrechnungen hinausgeht. Der letzte Kontakt erfolgte an der Buchmesse 2003 auf Initiative von Frau Mehr, der vorletzte anlässlich der Verleihung des Werkjahrs (CHF 40'000) des Kantons Zürich am 19. November 2002 im Casinotheater in Winterthur. Bei diesen beiden Gelegenheiten redete Herr Vaihinger zwar ziemlich viel, gesagt oder gar getan hat er aber nichts. Das Anliegen von Frau Mehr war, wie immer, ihre Sorge um ihre Romantrilogie, bestehend aus „Daskind“, „Brandzauber“ und „Angeklagt“ (alle bei N&K). Ihr Wunsch ist es, dass diese Trilogie nicht auseinander fällt, sondern in einem dreiteiligen Schuber oder allenfalls in einem Sammelband erscheint. Das gemeinsame Thema der drei Bände ist die Gewalt, deren Wurzeln als erlittene Gewalt und deren unausweichliche Konsequenz: ihre Weitergabe in einem tödlichen Kreislauf. Die Aktualität des Themas ist offensichtlich, die sprachliche Qualität und die formale Präsentation ist beispielhaft und bei der Kritik unbestritten. Was Frau Mehr befürchtet hat, ist eingetreten. Der erste Teil der Trilogie ist vergriffen. Vom 6. - 9.05.2004 fanden in Innsbruck die 27. Innsbrucker Wochenendgespräche statt. Mariella Mehr war eingeladen. Ihr Statement zum Thema „erzählte Geschichte“ und vor allem ihre Lesung wurden vom anwesenden Fachpublikum sehr beachtet. Laut der Vertreterin der Wagner'schen Universitäts-Buchhandlung wurden von den 16 anwesenden AutorInnen die Bücher von Mariella Mehr am zahlreichsten verkauft. Viele KundInnen wollten die komplette Gewalttrilogie kaufen und wunderten sich, dass „Daskind“ nicht lieferbar ist. Frau Mehr fühlt sich dadurch betrogen und verkauft und dies zu recht. Ich kann das beurteilen, denn ich habe im März 2001 die Homepage: <http://www.mariellamehr.com> ins Netz gesetzt und seither einige tausend Stunden an ihr und vor allem an der sich daraus ergebenden Korrespondenz mit dutzenden von Germanisten, Literaten, Kritikern und ganz gewöhnlichen Lesern gearbeitet. Das Interesse an der Literatur von Frau Mehr ist sehr wohl vorhanden und es ist mir unerträglich zuzusehen, wie meine Frau am Desinteresse des Menschen weiter leidet, der, mit Ausnahme von mir, als einziger auf dieser Welt vertraglich dazu verpflichtet ist, ihre Interessen wahrzunehmen und zu vertreten: ihrem Verleger! Wer GermanistInnen zu Dissertationen über ihr Werk Anlass gibt, wer von Herrn Prof. Dr. Gert Mattenklott für die „Samuel Fischer Gastprofessur“ an seinem Institut der Freien Universität Berlin eingeladen wird, braucht sich nicht von einem Herrn Vaihinger behandeln zu lassen, als sei sie die Kröte am Weg. Ich bitte Sie höflich, nehmen Sie sich bitte einige Stunden Zeit, oder beauftragen Sie eine kompetente Mitarbeiterin oder einen kompetenten Mitarbeiter, sich mit dem Werk von Mariella Mehr auseinanderzusetzen und treffen Sie eine Entscheidung, die diesen unhaltbaren Zustand beendet. Es wäre für Frau Mehr besser keinen Verlag zu haben, als formell an einen gebunden zu sein, der nicht an ihr interessiert ist. Mit freundlichen Grüssen H.U.Ellenberger-Mehr |
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