Aus "Das Sternbild des Wolfes", Gedichte 2003, von Mariella Mehr                     S. 39

Deine lautlosen Auferstehungen

wie Sonnenuntergänge bei Grau,

oder blind geboren.

 

Eine Spieluhr

wünschte ich mir, doch die Zukunft

schenkt mir ein Spiegelbild

Stille.

 

Nutzloses Leben, genauer betrachtet,

ohne Hohn, ohne Zorn.

 

Ich suchte nach der Musik im Ohr,

fand totes Gestein,

wo die Suche hinfiel.

 

Immer bleibt ein Stück

Tapferkeit in der Hand eines

andern zurück

 

Immer ruft einer, ihm

künftig unerklärliche Zeiten

beizeiten zu deuten.

 

Die Narben häufen sich.

An einen Traum bleibt mein

erdalter Adler für immer

geschmiedet.

 

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