Heimat (20.11.2005 am Oberlin College) |
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Eine kurze Einführung in zwei Texte zum Thema Heimat |
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Heimat
1.
(Heimatland) patria
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Hei·mat native country in der Heimat at home s-e Heimat verlassen leave one's home |
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Das sagen meine Wörterbücher. Das reicht aber nicht, in keinem deutschsprachigen Land. Da muss man schon für die Gesellschaft befriedigend emotional und dankbar reagieren können. Schliesslich durfte man dort gratis in die Schule, hat Heimatlieder gelernt, hat einen Vater oder Grossvater, schlimmstenfalls einen Pflegevater, der zur Verteidigung seiner Heimat sein Leben riskierte, im Krieg umkam oder mindestens viele Entbehrungen und Strapazen auf sich nahm. Was die Mütter und Grossmütter in Abwesenheit der entsprechenden Väter leisten mussten, was die Kinder erlitten haben, danach wird ebenso wenig gefragt, wie etwa nach der Herkunft des vielen Geldes, das die Mächtigen am Ende des Krieges besassen. Darüber bereitete man den Mantel des Schweigens, sorgte für die Diskretion der Stille. In der Schweiz, dem Land der Meister der Geschichtsfälschung ist die Frage nach der Heimat ganz besonders wichtig. KulturtäterInnen, die gerne von der unabhängigen(?) staatlichen Kulturförderung profitieren möchten, werden gerne befragt was sie zum Begriff Heimat zu sagen haben, besonders in Phasen der Vorbereitung wichtiger patriotischer Anlässe, wie beispielsweise zum x hundertsten Geburtstag der Schweiz. Den hat man willkürlich auf den 1. August 1291 datiert, obwohl sie erst 1815 als Nebenprodukt des Wiener-Kongresses der Siegermächte über Napoleon entstanden ist, wo diese Siegermächte widerwillig und mit einigen Abstrichen das napoleonische Konstrukt der Helvetik aus dem Jahre 1798 sanktionierten. Das Gründungsjahr 1291 ist in etwa vergleichbar mit der These, dass Christoph Columbus die Vereinigten Staaten von Amerika 1492 gegründet habe. http://www.geschichte-schweiz.ch/helvetik.html Im ersten Text antwortet die Autorin auf eine Anfrage des Kommitees, welches kulturelle Happenings zum 2000-jährigen Gründungs-Jubiläum der Stadt St. Gallen vorbereitete. Der Text ist im Buch „Heimat – What’s That?“ abgedruckt. Im zweiten Text gibt sie einer Journalistin Auskunft zum Thema Heimat. Sie erzählt dieser, wie Bücher ihr zur Heimat wurden.
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Heimat 1Heimat Das auf das dt. Sprachgebiet beschränkte Wort (mhd. Heimuot(e), ahd. heimuoti, heimoti, mnd. hemode), ist mit dem Suffix –oti, mit dem zum Beispiel auch Armut und Einöde (s.d.) gebildet sind, von dem unter Heim dargestellten Substantiv abgeleitet. Abl.: heimatlich (18.Jh.).
Schön und gut, der Duden lässt mir die Wahl zwischen Euphorie und Lamento, was allerdings die Sache nicht vereinfacht. Ich habe zwar ein Heim, in dem es mir meist heimatlich wohl ist, das mir zum Schreiben ebenso dient wie zum Essen, Trinken und Schlafen. Alles angenehme Tätigkeiten. Fällt mir mal die Decke auf den Kopf, kann ich mein Heim verlassen, es von aussen betrachten und ruhig darauf warten, bis sich die Decke wieder dorthin zurückgezogen hat, wo sie hingehört. Wie aber steht’s um mich, wenn ich Heimat denke, wo es mir heimatlos wohl zu sein hätte, die mir als Schreibtisch diente, mich zum Essen, Trinken und Schlafen (mit oder ohne Gäste) einlüde? Und, Gott bewahre, wenn mir mal die Heimatdecke auf den Kopf fiele? Hätte ich dann auch die Möglichkeit, die Heimat zu verlassen, sie von aussen zu betrachten und ruhig darauf zu warten, bis die Decke sich wieder dorthin begäbe, wo Decken normalerweise hingehören? Ein Dilemma, namens Heimat also, ein Begriff, der weder im Italienischen noch im Französischen zu finden ist. Dort spricht man von la patria, bzw. la patrie, was unvoreingenommen und trocken das Land meint, in dem man geboren wurde, ob man sie es nun mag oder nicht. Ein Fakt, nichts weiter. Gewiss, auch die Decke einer patria kann einem nicht einfach auf den Kopf fallen, aber la patria kann man verlassen und anderswo Fuss fassen, was unter der Fuchtel Heimat, mit Sentimentalitäten überladen wie kein anderer Begriff, kaum zu bewerkstelligen ist. Heimat bedeutet Besitz, und diesen Besitz hat jeder und jede bedingungslos zu lieben und zu verteidigen. Wer dies nicht tut, gehört zu den Verfemten. Liebe ist ein monströses Gefühl, wenn es sich an das Wort Heimat heftet, denn zusätzlich steckt in diesem Besitz jene Subjektivität, die unsere Augen blind für das Ganze, unser Gehör taub für jede Äusserung ausserhalb dieser Besitzgrenzen werden lässt. Subjektive Begriffe können missbraucht und aufgezwungen werden wie Religionen. Im Namen der Heimat werden Reichtümer angehäuft, Kontinente ausgebeutet, Millionen von Menschen zum Hungertod verurteilt. Im Namen der Heimat werden Kriege geführt, Menschen zu Kanonenfutter degradiert, ihrer Würde beraubt und die kleine Ecke Welt, die als Heimat empfunden wird, von jedem fremden „Unrat“ gesäubert. Heimat verspricht Glück, doch zu welchem Preis?
Auch das Volk der Roma, welchem Stamm auch immer es angehört, kennt das Wort Heimat nicht, geschweige denn patria. Wir kennen keine Lieder, die Heimat besingen, keine Gedichte, keine Prosatexte, in denen das Wort auftauchte. Wir singen und schreiben von uns liebgewordenen Menschen, von Liebe als solche, von Trauer, Hass, Schmerz und Freude. Aber alle diese Begriffe sind nicht an das Wort Heimat gebunden. Seltsamerweise wird auch umgekehrt nur in sprachlich mehr oder weniger seichten Texten von Heimatlosigkeit geredet, oder dann in Texten, die uns von Gadjes (Nichtroma) untergeschoben wurden. Leben also, unterwegs sein zuallererst im spirituellen Sinne, als eine Selbstverständlichkeit, die des Wortes Heimat nicht bedarf. Heimat als Wegstrecke, unabhängig davon, wohin sie führt. Heimat als Zukunft. Als mein eigener „advocatus diaboli“ könnte ich nun meine soziokulturelle Einbindung in verschiedene Gruppen hervorheben und sie als Hort meiner Heimat behaupten. Ich wäre dann „irgendwie und irgendwo“ in der Schweiz beheimatet oder an den Stätten, wo ich mich ab und zu mit den Jenischen, meinem Volk also, aufgehalten habe. Ich hätte der Heimaten viele und käme bei einer qualitativen Auswahl zunehmend in Verlegenheit. Zu eng diese verschiedenen soziokulturellen Einbindungen, als dass man damit glücklich werden könnte, zu eng, zu schmalbrüstig und anämisch. Und zu zufällig, ebenso zufällig wie meine Staatszugehörigkeit, versachlicht, mehr steht ihr nicht zu. Sie ist eine Sache ohne spirituellen Inhalt, öde, wie es schon das mittelhochdeutsche Wort Heim mit dem Zusatz oti, also Ödnis, Einsamkeit, Armut auszudrücken pflegte. Der Diskurs könnte hier sein Ende nehmen. Trotzdem sammeln sich in meinem Gehirn Wörter an, die so etwas wie Heimatgefühle in mir auslösen. Ein blühender Kirschbaum, lange betrachtet ein Wunderwerk, eine liebgewordene Handschrift, Sternenhimmel, Sonnenuntergänge, Vollmondnächte, unverhoffter Besuch von Freundinnen oder Freunden, der vertrauensvolle Blick meines Hundes, meine freundlichen Bisamratten an der Foenna, das fröhliche Lachen Robertos, des Besitzers unserer bevorzugten Bar in Lucignano, funktionierende Nachbarschaften, Erlebnisse von Hilfsbereitschaft und Freundschaft, Liebe, verschenkte und geschenkte, Wörter also, die alle in unsern Romalieder und – Texten vorkommen könnten. Miteinander vernetzt werden sie zu Sprache, im besten Fall zu Literatur. So gesehen verheimatet uns gegenseitig Sprache, und wir beheimaten sie. Es mag zwar ein Zufall sein wie vieles Andere, welcher Sprachgruppe wir angehören, kein Zufall dürfte sein, sie auch wirklich zu nutzen. So stosse ich endlich auf Heimat, ein weites Feld, auf dem herum zu Vagabundieren sich lohnt, des Glücks wegen, das Weite verleiht. Sprache also als eine Wegstrecke in die Zukunft, unabhängig ihres Ziels. Sprache als Möglichkeit, überall zu Hause zu sein, ein Heim zu haben, ein Dach, das einem nicht auf den Kopf fällt, Sprache als einzig verbliebene Möglichkeit, zu reisen. Heimat reisend zu leben. Solche Art Heimat kennt keine Grenzen, macht weder vor dem Kaukasus Halt noch vor der Chinesischen Mauer, sprengt die Grenzen der Physis ebenso wie jene unseres Planeten, erhellt unsern oft tief und grau verhangenen persönlichen Horizont und lehrt uns den Andern, das Andere zu verstehen. Eine Schriftstellerfreundin von mir, Ingeborg Kaiser, legt ihren maschinegeschriebenen Briefen fast immer ein handschriftliches Gedicht bei. Oft sind sie wie Haikus, kurz und rätselhaft. Oft trage ich sie tagelang mit mir herum, lese sie immer wieder, lerne sie verstehend lieben. Sprache als Heimat, die zwei Menschen über viele hundert Kilometer verbindet. Ein anderer Schriftstellerfreund schickt mir jeweils ungebeten seine neuesten Bücher, ich ihm die meinen. Unsere gegenseitigen Kommentare halten sich kurz, wir verstehen uns über die Literatur. Sprache als Heimat. Von einem weiteren Freund erhalte ich ab und zu einen kurzen, aber liebevollen Gruss auf Hotelpapier. Manchmal nur ein Satz, der mir sagt, wie es ihm gerade geht, wo er sich aufhält. Das Hotelpapier ist uns zur Leidenschaft geworden. Papier, mit goldenen Lettern bedruckt, andere Seiten einfach, nur gerade mit einem Stempel versehen, wieder andere diskret und fast demütig. So ergeben Papier und die kurzen oft nur rasch hin gekritzelten Grüsse zusammen eine Geschichte, die nie geschrieben werden wird. Trotzdem ist es diese ungeschriebene Geschichte, die unsere Freundschaft stets erneuert, also auch hier, Sprache als Heimat. Damit bin ich endlich zu Hause angelangt und habe einen Sinn hinter dem Wort Heimat gefunden. Sprache, der Sinn meines Lebens also, nur vagabundierend erfahrbar. Advocatus diaboli, rede du. 31.10. 02
Heimat 2Die Bettlerschale
Wenn ein armer Schlucker Brot stiehlt und es gleich verzehrt, nennt man das Mundraub. Mundraub wird nicht geahndet, denn das Recht auf die Befriedigung lebensnotwendiger Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken steht über dem Eigentumsrecht. Das ist gut so, und es würde mich nicht wundern, wenn eines Tages Abertausende kämen, um sich das zu holen, worauf sie ein Recht haben, wir ihnen aber vorenthalten, nämlich Nahrung. Nun will ich nicht behaupten, mit 14 oder 15 Jahren hätte ich das gewusst. An den lieblos zusammengekochten Frass in Heimen und Anstalten hatte ich mich längst gewohnt. Er nährte für kurze Zeit, etwas anderes kannte ich nicht. Der bohrende Hunger nach zwei drei Stunden gehörte zu meinem Leben wie das Gefühl, nirgends und bei niemandem Zuhause zu sein. Trotzdem stahl ich wie ein Bettler. Kein Brot, keine Milch, aber Wissen, das mir vorenthalten wurde. Dass dieses Wissen nur in Büchern zu finden war, stand für mich ausser Zweifel. Also mussten Bücher her. Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Ich erinnere mich an das fast beängstigend aufregende Gefühl nach dem ersten Bücherdiebstahl. Ich fühlte mich als Eroberer eines lange begehrten und gesuchten Schatzes, den ich mir nicht mehr nehmen lassen wollte. Dass es ausgerechnet Lavants „Bettlerschale“ war, verdanke ich dem Zufall. Das Buch stand nah bei der Eingangstür der Buchhandlung und fiel durch einen rabiaten Holzschnitt auf dem Umschlag auf. Leiden, so nackt und ungeschützt, hatte ich noch nie abgebildet gesehen. Auch nicht beschrieben.
„ Hol nicht mehr Atem, sonst erwacht der Hahn am Sonnendach und weckt dein Schicksal auf, das eben erst im Arm des Herrn entschlief, sein Schreien würdest du doch niemehr stillen, selbst wenn du ihm den Mohn der Hoffnung bringst (...).“
Wer möchte einen solchen Satz nicht immer wieder lesen, wenn einem das Schicksal schon mit fünfzehn Jahren erklärt hatte, wes’ schwarzen Sternes Kind man war. Ich Mutterlose, Wortlose, fand Mütter, die für meine Verwirrung, für mein Unverständnis der Welt, für die oft unerträglichen, durch Elektroschocks und aufgezwungene Psychopharmaka hervorgerufenen Schmerzen Worte hatten. Und diese Worte verwiesen auf die Ursächlichkeit allen Leidens, sie politisierten mich in einem Augenblick, da ich von Politik noch keine Ahnung hatte und mir die Namen unserer damaligen Bundesräte so egal waren wie ein Dinner im Berner Schweizerhof oder das Kapital von Marx. Nicht nur Lavants Worte, zu den ihrigen gesellten sich andere, zum Beispiel Ruth Brands einziger Roman „Niemandsland“, Peter Weiss’s „Fluchtpunkt“, der, vergraben in meiner tiefen Jackentasche, jahrelang mit mir wanderte, Sartres „Fliegen“, Hilde Dohms Gedichte, Dostojewskis „Idiot“, Trakl, Hölderlin, Heine, Ingeborg Bachmann, Paul Celan. Gemeinsam gaben sie mir die Kraft, auch Aktennotizen des ehemaligen Pro Juventute „Hilfswerks“ Kinder der Landstrasse wie beispielsweise folgende zu verkraften. „Sie gibt sich traurig und weiss auch einigermassen intelligent darüber zu berichten. Aber gerade dies verweist bei ihrer zigeunerischen Abstammung auf ein erhöhtes Mass an moralischem Schwachsinn und angeborener Minderwertigkeit“. Als ich vierundzwanzig und endlich frei war, hatte ich etliche Kinderheime, Erziehungsanstalten, psychiatrische Kliniken und schliesslich mehr als ein Jahr Knast hinter mir, das mich daran hindern sollte, den Vater meines Sohnes zu heiraten, da er halb Jude und halb Zigeuner war. Gertrude Stein, Artaud und Dürrenmatt lagen auf den Verkaufstischen der Buchhandlungen. Ich blätterte und stahl. Mein Stundenlohn von Fr. 2.43 reichte nicht aus, um ein Buch zu kaufen, wollte ich das Mansardenzimmer, die Krankenkasse und andere, laufende Rechnungen regelmässig bezahlen. Es nicht zu tun hätte bedeutet, ein weiteres Mal in die Mühle der Pro Juventute zu geraten, im Klartext, den Rest meiner 3 Jahre Administrativversorgung auch noch abzusitzen. Ich stahl also weiter, Buch um Buch, mit einer Unverfrorenheit, die man ebensogut Unschuld nennen könnte. Etliche dieser Bücher stehen noch immer in meinen Regalen. Ich betrachte sie mit Dankbarkeit, haben sie doch mein Leben gerettet. Ich hörte mit dem Bücherklau erst auf, als ich mich zwischen der Bezahlung eines Mietzinses und dem Kauf eines Buches frei entscheiden konnte. Das allerdings schaffte neue Probleme: unzählige Umzüge von Abbruchbude zu Abbruchbude, aber davon sei hier nicht die Rede. Ich weiss nicht mehr genau, wann ich endlich begriff, dass ich für mein eigenes Leben eine eigene Sprache, eigene Wörter zu finden hatte. Ich glaube aber, es war nach der Lektüre von Celans Gedichten. Natürlich schrieb ich früher schon Gedichte, wie so viele andere in der Pubertät. Hilflose Versuche, mich auszudrücken, meine Fragen an das Leben zu formulieren. Ich nehme nicht an, dass meine Gedichte nach dem zwanzigsten Lebensjahr besser waren als die unzähligen, schwülstigen Prosatexte, die ich an jeden mich beeindruckenden Menschen verschickte, an Meret Oppenheim zum Beispiel, oder Erika Burkhart. Schlimmer noch waren die spätexistentialistischen Allüren, Texte allerdings, die dann in irgendeiner dieser vielen Abbruchwohnungen aus Not verfeuert wurden. Aber immer waren es die gestohlenen Dichterinnen und Dichter, die mir den Mut und die Kraft gaben, nach Worten für meine Welt zu suchen. Öffentliche Bibliotheken? Natürlich gab es sie schon damals. Aber wer in eine Bibliothek geht, muss wissen, wonach er sucht. Ich wusste es nicht. Ich suchte mir die Bücher nach sinnlichen Eindrücken zusammen. Selbst ihr Geruch war wichtig. Ich hätte nie ein Buch geklaut, das schlecht roch. Und ich musste darin blättern können. Ein Wort, ein Satz musste mich anfallen und gefangennehmen. Ausserdem will man einmal gelesene, für den Augenblick wichtige Sätze oft für eine Weile behalten. Man begehrt sie mit einer Gier, die keine Bibliothek befriedigen kann. Wer möchte dabei an ein Urheberrecht denken? Urheberrecht? Nun ja. Aus der leidenschaftlichen Leserin wurde eine Schreiberin. Eine, die das Urheberrecht ernst nimmt. Die bestohlenen Dichterinnen und Dichter mögen mir verzeihen. Sprache als Heimat Das wirkliche zu Hause des Menschen ist in ihm selbst. Mein zu Hause ist in mir selbst. Womit habe ich meine innere Leere gefüllt? Ich habe sie gefüllt mit Sprache und diese Sprache ist mein zu Hause.
(Interwiev mit Raffaela Eulberg, Sommer 2003)
© by Mariella Mehr
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