Kurzbeschreibung

Die unbewältigte Vergangenheit eines trüben Kapitels neuerer Sozialgeschichte wird in diesem Stück beschrieben. Xenos, eine junge Mutter, gehört zur zweiten Generation der von dem Pro Juventute-Hilfswerk erfassten jenischen Kinder. Xenos wird edrängt, ihr Kind zur Adoption freizugeben. Lange Zeit hält sie dem Druck, dem sie ausgesetzt wird, stand. Von der wahren Not der jungen Mutter will jedoch niemand etwas wissen. Die Ambivalenz zum Kind, die Hass- und Schuldgefühle bleiben den Beteiligten verborgen. Statt ihr zu helfen, treibt man sie in die Enge. Xenos, gebrochen durch den langen Kampf, kapituliert.

 

"Mariella Mehr erlebte als Tochter einer Jenischen die Massnahmen des Pro-Juventute-Hilfswerks. Den schrecklichen Gang durch Heime und Anstalten hat sie in ihrem ersten Roman 'Steinzeit' unmissverständlich geschildert. Im Theaterstück zeichnet Mariella Mehr anhand ihrer eigenen Akten eine Einzelbiographie nach und zeigt die Chancenlosigkeit auf: Ihr als Jenischer wurde jeder Schritt verunmöglicht."
 

Der Bund

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